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InnenWelten

Im heutigen Beitrag versuche ich mich einmal darin mein Innenleben zu beschreiben. Eine Herrausforderung: weil ich dies erstens bevorzugt lieberbildlich ausdrücke, zweitens man beim beSCHREIBEN seiner Wahrnehmung auf Grenzen stößt, weil Worte nicht unbedingt bei jedem Menschen das gleiche auslösen und drittens ist in mir immer soviel los, dass ich manchmal selber nicht hinterherkomme. Ich starte trotzdem mal einen Versuch.


Zeichnung mit Kugelschreiber und Polychromos, A4, Simone Schramm

Lange Zeit bin ich immer davon ausgegangen, dass alle Menschen gleich ticken. Das führte dazu, dass ich oft verwundert über das Benehmen meiner Mitmenschen war und andersherum war es wahrscheinlich oft genauso. Ich dachte, dass alle soviele Träume, Bilder, Gedanken und Eindrücke mit sich herumtragen wie ich und das alle ihr Umfeld gleich stark wahrnehmen. Inzwischen ist mir klar das von Mensch und Mensch die Wahrnehmung anders ist. Das Thema ist schwer zu fassen finde ich. Wie soll man sich denn auch so mitteilen, dass durch die Worte die man benutzt sichergestellt ist, dass bei seinem Gegenüber das gleiche Bild ankommt welches man versucht zu beschreiben.


Um zu verdeutlichen wie ich das meine hier ein Beispiel wo es schwer wird: Versucht einmal in Worten den Himmel oder eine Wiese so zu beschreiben. So das euer Gegenüber mit Sicherheit das gleiche Bild im Kopf "produziert" wie ihr. Es hapert da ja schon an der Überprüfbarkeit. Weiß ich denn ob bei der Aussage: 'Der Himmel ist blau' diese Farbe von jeden identisch wahrgenommen wird? Und der gesprochene Satz geht ja schließlich nicht durch die Augen, sondern durch die Ohren. Das Gesagte landet denn als Information im Gehirn. Dort wird das dazugehörige Bild ausgesucht. Dieses wird aus Erfahrungen und Eindrücken die bereits vorher zu diesem Thema gemacht wurden zusammengesetzt. Was ist wenn zum Beispiel jemand alles blaue so sieht wie ich etwa gelb wahrnehme? Denn bekommt er doch automatisch seine abgespeicherte Wahrnehmung über das von mir gerade Beschriebende und schon entstehen verschiedene Bilderwelten. Da ich mir nunmal nich die Sinnesorganen anderer Menschen mal eben ausleihen kann um zu überprüfen, was diese sich aus meiner Mitteilung zusammenbasteln werde ich nie erfahren ob die Beschreibung "meines" Himmels ihn das gleiche sehen lässt wie mich. Klingt kompliziert? Ist es auch! Zum Verzweifeln! :-D


In meinen Bildern kann ich das was sich in mir angestaut hat nach und nach gehen lassen, ohne es erst übersetzen zu müssen. Wenn ich schreibe, kann ich zwar mehr Klarheit über das Empfundene bekommen. Aber es geht vieles verloren. Es ist ähnlich wie bei dem gerade beschriebenen Problem. Die Information gelangt nicht direkt nach Außen, sondern nimmt den Umweg über die Sprache.


Durch das arbeiten an meiner Homepage blieb mir fast nichts anderes übrig als mich auch in Textform auszudrücken.

Mit der Zeit ist meine Schriftstellerpersönlichkeit etwas in Schwung gekommen. ;-)

Einen Blogartikel erstelle ich inzwischen in circa 2 Stunden. Für meinen Text Frauenbild habe ich zum Vergleich 3 Wochen gebraucht um fertig zu werden, mit einigen Pausen versteht sich. ;-)

Es war ein wahres ringen um Worte. Doch am Ende konnte ich sagen: "Ja da bin ich drin! Es fehlen zwar die üblichen Farben die ich sonst nutze um mich auszudrücken, aber der Text beinhalte genau die unsichtbare Masse in mir, die einen Weg ans Licht gesucht hat."


Bei meiner bevorzugten Art mich mitzuteilen

Das Problem mit dem Kopfkarrusell


Bei mir, als sogenannter introvertierter, hochsensitiver Mensch (nicht zu verwechseln mit schüchtern- oder labil sein) geht es im Inneren oft zu wie auf dem Jahrmarkt, während äußerlich der Anschein aufkommen mag das ich gerade eher im Ruhemodus bin. Habt ihr ne Ahnung wie bunt es zugeht?! Es gibt Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, viele bunte Buden die ich gerne alle gleichzeitig besuchen möchte, um zu sehen was sie zu bieten haben.... und da gibt es auch die vielen Fahrgeschäfte. Ich liebäugle mit der Achterbahn und beobachte die Fahrgäste die bereits ihre Runden auf ihr drehen. Sie lachen, kreischen und steigen adrenalingeschwängert wieder aus.

' Na wenn das gut für sie ist, kann es nicht schlecht für mich sein ...' denk ich mir und nehme Platz in einen der Wagen und los geht die Fahrt.


Zuerst geht es bergauf. Endlich bekomme ich einen Blick über das komplette Geschehen. Kann mit einen Mal sämtliche Angebote des Marktes überblicken. Ach wie wunderschön, was es nicht alles noch zu entdecken gibt. Ganz oben stoppt die Fahrt kurz. Ich will mir gerade einen Plan machen, wie ich am besten sämtliche Informationen nutzen kann, die hier so rumstehen da gibt es plötzlich einen Ruck und ich habe das Gefühl in freien Fall zu sein. Alles verschwimmt, dreht sich, ist mal unten, denn wieder oben. Also unter diesen Bedinngungen kann ich nicht arbeiten.


Ja so fühlt es sich ungefähr an wenn mein Kopfkarussell in Fahrt kommt, sprich wenn ich in die Überreizung komme. Fahre ich zu viele Extrarunden mit diesem Fahrgerät kabituliert mein Nervensystem, packt die Sachen und fährt in den Urlaub. ' Soll die Verrückte doch schauen, wie sie aus dem Schlamassel wieder rausskommt', denkt es sich und bestellt sich noch einen Mai Tai an der Strandbar. Denn fühle ich mich wie in Watte gepackt und die Grenzen zur Realität scheinen zu verschwimmen. Spätestens da sehe ich ein, dass ich es mal wieder übertrieben hab auf dem Jahrmarkt und beginne mit den Gegenmaßnahmen und mach mich auf den Weg nach Hause.


Kugelschreiberzeichnung, A5, Simone Schramm

Erste Hilfe für ExtremInnenweltbummler


Das positive an meinem Problem die Grenzen meiner Belastbarkeit ab und an zu übersehen ist, dass ich inzwischen die Wege hinaus im Halbschlaf finde. Hier ein paar Erste Hilfetipps für den Jahrmarktkater:


1. meiden von öffentlichen Veranstaltungen jeglicher Art, auch und vor allem JAHRMÄRKTE, ebenfalls einen Riesenbogen um dasTheater machen, vor allem bei Dramen aufpassen (die eigenen und die der anderen erst recht ;-))


2. Geh ins grüne (auch wenn dein grün vielleicht blau, gelb oder rot aussieht, ist egal: GEH DORT HIN!) Natur ist Balsam für die Seele. Am besten einen Ort wo wenig bis garkeine Menschen unterwegs sind (das ist oft eine Herausforderung, ich weiß)


3. Beginne mit der Tätigkeit, bei der du weißt dass sie dir so wichtig ist, dass alle NebenStörgeräusche verblassen oder verstummen. So etwas hast du noch nicht? Denn suche danach! Bei mir ist es natürlich die Kunst. Für jemand anderen vielleicht kochen, lesen, Musik machen, Sport, stricken, Schach spielen oderoder oder... Vielleicht tritt schon Besserung auf wenn man sich nur auf die Suche nach dieser Tätigkeit macht.


4. Manchmal hilft tatsächlich putzen. Da ich echt keine Vorzeigehausfrau bin, benutze ich die o.g. Zustände für Sachen die schon lange liegengeblieben sind (Kühlschrank abtauen, Fenster putzen, Schränke aufräumen ect...)


5. ab in die Badewanne, am besten mit ätherischen Ölen die beruhigen. Lavendel eignet sich z.B. bei mir am besten. Ich trage es auf einen Tuch ab und zu auch so mit mir rum. Ich denk aber da muss jeder ein bisschen selber schaun was sein Duft ist zum runterkommen.


6. im Winter ab und zu mal ein Glühwein, im Sommer auch mal ein Radler, am besten in netter Runde ist auch nicht zu verachten.


7. Am besten akzeptieren das man nicht an allen Jahrmarktbuden gleichzeitig rumschnüffeln kann und das nach ca. 10 Runden Achterbahnfahrt das Maß voll ist.



Ersteinmal den Jahrmarktkater auswalden...

Wer nach wie vor immer noch wissen will was alle Buden auf meinen KunstJahrmakt zu bieten haben der kann hier kostenlos den Newsletter abonnieren


Ne Achterbahn hab ich zwar nicht zu bieten, aber 3 OnlineGalerien

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