UA-138409314-1 Neues aus dem Atelier

Neues aus dem Atelier

Gestern habe ich die Arbeit an einem Bild über das Thema Leben/Tod/Leben-Zyklus begonnen.Ich habe mich von Michelangelo`s “Pieta” inspirieren lassen. Eines der bedeutensten Werke der Bildhauerei.



Nach der Fertigstellung zweier Aufträge mit denen ich seit August 2018 beschäftigt war, kann ich mich nun wieder in eigener Sache der Malerei mit Ölfarben widmen.

Mit dem ersten Zwischenergebnis bin ich sehr zufrieden. Es lässt sich für mich in dieser Phase schon erahnen in welche Richtung es geht. Bei diesem Bild habe ich das Gefühl mich ein gutes Stück weiter entwickeln zu können. Hoffen wir mal das Pinsel, Farbe, Leinwand und ich weiterhin so gut als Team zusammen arbeiten.Da freue ich mich schon fast auf das nächste Schmuddelwetter, welches bestens geeignet ist um sich ins Atelier zurückzuziehen.


Ich habe die Darstellung der Pieta gewählt, weil sie sehr gut dem wichtigsten Natur-Zyklus überhaupt verkörpert. In der Kunstgeschichte spricht man von einer Pieta bei der Darstellung Marias als die Schmerzensmutter (Mater dolorosa) mit dem Leichnam Jesu in ihren Schoß.- Zurück an dem Ort wo auch sein Leben begann. Hier endet ein Zyklus. Aber es ist nicht entgültig. Etwas neues wird Enstehen.

Michelangelo`s “Pieta”

Dieser Zyklus ist nicht nur bei dem Geburt-Leben-Tod-Kreislauf von Lebewesen zu beobachten, sondern er ist eigendlich überall in der Natur anwesend.

Hier nur ein paar Beispiele:

Frühlung, Sommer, Herbst und Winter Neumond, Halbmond, Vollmond - Menstruationszyklus


In meinen Bild hält Mater dolorosa allerdings ein sehr junges Mädchen an Stelle von Jesus in ihren Armen. Künstlerische Freiheit halt… 😉

Es geht hier ja auch nicht um die Darstellung eines religiösen Themas, sondern wenn man es genau nimmt um ein Naturgesetz. Religion ist ja immer mit den geistlichen beschäftigt. Ich setze mich hier mit etwas sehr körperlichen und erdverbundenen auseinander.

Auch wenn ich keiner Religion angehöre, habe ich doch einen Glauben. Nämlich das wir alle Teil eines großen Ganzen (eines Urorganismus) sind, mit dem wir am besten über das Spüren (also körperliches Empfinden)in Kontakt kommen. In den meisten Glaubenslehren soll ja der Körper überwunden werden um in die bessere Welt (dem Jenseits, Nirwana usw.) zu gelangen.


Auch der Alltag trennt uns scheinbar von diesen Band mit der Mutter Natur. Da wir in einen System leben das auf ständigem Wachstum geeicht ist. In unserem Sytem”zyklus” wurde der Teil, wo wir uns zum Schoß der Mutter begeben um “sterben” zu können und danach neu zu beginnen- neues entstehen zu lassen, ausradiert.


Nein, wir die Krönung der Schöpfung kennen nur den Fortschritt. Der funktioniert nur wenn man unbeirrt, ohne Rast und Ruh gerade aus läuft. Nach links und rechts schauen ist nicht drin und zurückkehren zum Anfangspunkt schon mal gleich garnicht.

So das erstmal zu den ersten Gedanken während des Malen der Mater Dolorosa. Wir zwei werden noch viel Zeit gemeinsam auf und an der Staffelei verbringen und uns austauschen. Am Ende des Gespräches gibt es denn eine Fortsetzung unserer Zusammenarbeit..also wieder etwas “Neues aus dem Atelier”.


Auf meiner Homepage gibt es zahlreiche fertige Werke auf insgesamt 3 Onlinegalerien verteilt. Hier der Link:


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